Romanistik
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PD Dr. phil. Cornelia Wild

PD Dr. phil. Cornelia Wild

Wissenschaftliche Assistentin

Aufgabengebiet

Französische und Italienische Literaturwissenschaft

Kontakt

Institut für Romanische Philologie der Universität München
Schellingstr. 3, Vordergebäude
80799 München
Raum: 402

Telefon: +49 (0)89 2180-3285

Sprechstunde:
Nach Vereinbarung per E-Mail.

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Forschungsschwerpunkte:

Poetik und Ästhetik, Literaturtheorie, Epistemologie, Feministische Theorie, Französische Literatur (12./13., 17., 19. und 20. Jahrhundert), Italienische Literatur (14., 20. Jahrhundert)

Zentrale Autoren: Dante, Baudelaire, Flaubert, Joyce, Morante, Cixous, Pasolini, Saussure

Aktuelle Forschungsprojekte:

  • Liebesdiskurs und poetische Selbstbegründung (12.-20. Jh.)
  • Flaubert und die Schreibszene (zus. mit Institut des textes et manuscrits modernes (Item) Paris)
  • Dispositiv der Menge (Antrag DFG-Netzwerk)

Aktuell:

Passantinnen. Theorie des Vorübergehens (Diaphanes Verlag Zürich/Berlin: 2018)

Passantinnen

Der Essay stellt zum ersten Mal die poetische Figur der Passantin in
ihrer Serialität aus und bestimmt ihre Theoretisierbarkeit: Von Dante
über Baudelaire, Freud, Breton, Proust bis Joyce werden Szenen des
Vorübergehens als immer wieder neu einsetzende Inszenierung einer
Erscheinung analysiert, die zugleich ästhetisch und theoretisch ist.
Als Nachbilder verweisen die Passantinnen auf nichts als sich selbst,
auf ihr Gehen und Reden und somit auf die sie begründende
Diskursivität, deren Aporien sie zur Schau stellen. Indem sie den
Diskurs aufführen, werden sie zum Symptom einer Differenz zwischen
Erkenntnis und Erscheinung, Ästhetik und Epistemologie. Die
Passantin gibt es nicht. Es gibt immer nur die Vervielfältigung eines
diskursiven Phänomens, das im dauernden Verweis auf ihre Figuralität
die Serialisierung der Passantin buchstäblich in Gang hält.

Mit Passantinnen von Michaela Melián

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 Pour la théorie I

Pour la théorieVortragsreihe zu Positionen der Theorie in Literatur, Kunst und Philosophie in Zusammenarbeit mit Maria Muhle (Lehrstuhl für Philosophie / Ästhetische Theorie). Im Wintersemester 17/18

Programm als PDF-Datei

 

 

 

 

 

 

Pasolini-Alphabet (zusammen mit Studentinnen der LMU)

PasoliniAusgezeichnet mit LMU Forscherpreis 2016 für exzellente Studierende

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Göttliche Stimme, irdische Schrift. Dante, Petrarca und Caterina da Siena (2016)

cover_wildIm Liebesdiskurs des Trecento und seinen bedeutendsten Texten wird ein Gesang, eine Rede inszeniert, die den Ort des Sprechens des Subjekts nicht nur spiegelt, sondern zu diesem immer schon different ist: durch eine andere, heteronome Stimme, die den Liebesdiskurs zurückwirft und reflektiert, aber in dieser Spiegelung nicht das Gleiche wiederholt, sondern zu einer zweiten Sprache der Liebe wird. Am Schnittpunkt zwischen dem Irdischen und Göttlichen hat damit die weibliche Figurenrede die Reversibilität von göttlicher Stimme und irdischer Schrift möglich gemacht, die der von den Texten behaupteten oder ihnen nachträglich zugeschriebenen Autorität und Selbstermächtigung zugrunde liegt. Davon ausgehend schreibt die Studie an einer Geschichte der Stimme, in der die poetische Macht der tre corone durch selbstlosere Stimmen zugleich unterlaufen und konstituiert wird: der Stimmen von Beatrice, Laura und Caterina da Siena, die durch den Ruhm des Autors letztlich nur unvollständig überschrieben worden sind.

 

 

2. Auflage, Jean Starobinski, Geschichte der Melancholiebehandlung (Hg.) (22016)

starobinski_melancholieDass Melancholie eine Geschichte hat, die immer auch eine Geschichte ihrer Therapie und somit ihrer Überwindung ist, wird meist vergessen. Seit der Antike im Zwischenraum der Episteme angesiedelt, schwankt sie zwischen Passionen, Todsünden, Krankheit, Wahnsinn und Literatur.

Mit seiner Melancholie-Studie an den Grenzen der Diskurse schreibt Starobinski darum moderne Epistemologie: Die Geschichte der Melancholiebehandlung erweist sich als Geschichte des Entzugs.

 

 

Weitere Informationen: http://www.augustverlag.de/de/catalog/geschichte-der-melancholiebehandlung/ 

 

ABC Bataille (Hg.), Dossier, Lendemains 197 (2015)

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Die jüngste Wiederentdeckung des Philosophen, Autors und Bibliothekars Georges Bataille hat mit einem anhaltenden Interesse an Begriffen zu tun, die Bataille seit den 20er Jahren kontinuierlich ins Spiel gebracht hat: Souveränität, Überschreitung, Begehren, Affektionen, Heiliges, Körper, Opfer, Sexualität und Ökonomie.

Das Dossier nähert sich diesen Begriffen aus unterschiedlichen Disziplinen, um die semiotischen Prozesse zu bestimmen, die sie konstituieren.

Wie durch die verdrehten und entstellten weiblichen Körper von Hans Bellmer auf dem Cover des Hefts, stellt Bataille die Ordnung von Körpern in Texten auf den Kopf und fordert damit auch eine Revision philologischer Methoden heraus.


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Rom rückwärts (Hg.)(2015)

cover_rom_rueckDie Allgegenwärtigkeit der Tropen Roms erschließt sich in den sprachlichen Strukturen, die von der Antike bis zur Moderne stets verborgen haben, wodurch sie sich konstituieren. Ob im politischen Körper oder im Gesetz der Buchstaben wirkt Rom mit seinen Bedeutungen manifest oder latent nach. Die in diesem Band vorgenommenen Lektüren zielen darauf, das anagrammatische Spiel, in das Roma seit je impliziert ist, zu nutzen, um im unvermeidlichen Bezug unserer Kultur auf Rom überra- schende Wendungen und Inklinationen herauszuarbeiten. Die kommentierte Anthologie versam- melt Essays zu ausgewählten Passagen aus den Werken von Lucan, Plutarch, Quintilian, Augusti- nus, Petrarca, Luther, Du Bellay, Gracián, Vico, Baudelaire, Zola, Saussure, Freud, Derrida und vielen anderen mehr, die Rom implizit oder explizit aufrufen, durchstreichen, affirmieren, traumhaft verstellen, wiederholen oder nachtragen. Mit Beiträgen von Barbara Natalie Nagel, Michèle Lowrie, Gianluca Solla, Edi Zollinger, Hans Ulrich Gumbrecht, Anselm Haverkamp u.a.

Weitere Informationen siehe Flyer.