Romanistik
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Grundstudium

  1. In den Fächern Französisch, Spanisch und Portugiesisch besteht ein differenziertes Angebot an sprachpraktischen Übungen. In diesen Fächern werden zwei verschiedene Eingangsstufen, die Förderstufe und die Grundstufe, unterschieden, an die sich dann weitere Übungen anschließen.Die sprachpraktischen Kurse der Grundstufe setzen bereits angemessene Kenntnisse in der jeweiligen Sprache voraus. Diese müssen in einem Einstufungstest nachgewiesen werden. Bei nicht ausreichenden Sprachkenntnissen wird der Studierende in die Förderstufe eingewiesen In den Fächern Spanisch und Portugiesisch sind die Sprachkurse der Förderstufe Anfängerkurse. Im Fach Französisch werden auch in den Kursen der Förderstufe gewisse Sprachkenntnisse vorausgesetzt. Studierende ohne französische Sprachkenntnisse besuchen den "Cours grands débutants", der in jedem Wintersemester angeboten wird.Die sprachpraktische Grundstufe beginnt mit dem "Allgemeinen Sprachkurs", der zum Sprachtest-Schein führt.Der Sprachtest-Schein umfasst in den einzelnen Sprachen unterschiedliche Anforderungen. Im Fach Französisch besteht er aus den Teilen "Version I", "Grammaire I" und "Classe de français II"; im Fach Spanisch aus dem "Allgemeinen Sprachkurs" und dem Kurs "Übersetzung I"; im Fach Portugiesisch aus dem "Allgemeinen Sprachkurs".Auf das Programm des Sprachtest-Scheins bauen dann die weiteren sprachpraktischen Übungen des Grundstudiums auf, die zum sprachpraktischen Teil der Zwischenprüfung bzw. Hauptseminaraufnahmeprüfung führen. In den einzelnen Sprachen werden spezielle Kurse zur Vorbereitung der mündlichen (Hauptseminaraufnahmeprüfung) bzw. schriftlichen und mündlichen (Zwischenprüfung) Prüfungsleistung angeboten (Französisch: "Préparation à l’écrit de la nouvelle ZP (MAHF)" / "Préparation à l’oral de la nouvelle ZP (MAHF/MANF)"; Spanisch: "Expresión oral y escrita" I und II; Portugiesisch: "Português para Avançados".Zusätzlich zu diesen Kursen sind in allen Sprachen Veranstaltungen zur Landeskunde zu belegen, die ebenfalls der Vorbereitung des sprachpraktischen Teils der Zwischen- bzw. Hauptseminaraufnahmeprüfung dienen.Im Fach Rumänisch besteht eine dreistufige sprachpraktische Ausbildung, wobei die Übungen zur Vorbereitung auf die Zwischenprüfung v.a. in die dritte Stufe integriert sind. Für die anderen romanischen Sprachen ist das Lehrangebot weniger gegliedert und nicht so umfangreich, umfasst jedoch jeweils eigene Sprachkurse für Anfänger und für Fortgeschrittene sowie z.T. weitere Übungen.
  2. Der Einführung in die wissenschaftlichen Grundlagen des Studiums dienen sprachwissenschaftliche und literaturwissenschaftliche Einführungsübungen (je 1 Schein) – im Bereich Sprachwissenschaft wird die Einführungsübung noch durch eine einstündige, verpflichtende Einführungsvorlesung ergänzt. Außerdem wird der Besuch eines kursbegleitenden Tutoriums oder Lektürekurses empfohlen. Diese Übungen bereiten auf den Besuch eines sprach- bzw. literaturwissenschaftlichen Proseminars (je 1 Schein) vor. In den Fächern Portugiesisch und Rumänisch finden Einführungskurse alle zwei Semester, d.h. alternierend mit Proseminaren statt; Studierende "kleinerer" romanistischer Sprachen, in denen keine eigenen Einführungsübungen angeboten werden, besuchen die französischen oder spanischen Einführungsübungen.Die Zulassung zu Einführungsübungen und Proseminaren ist zwar formal nicht vom Ergebnis des Einstufungstests abhängig, doch wird Studierenden mit unzureichenden sprachpraktischen Voraussetzungen dringend empfohlen, das 1. Semester weitgehend zum Erwerb angemessener Sprachkenntnisse zu verwenden.
  3. Die Zulassung zum Hauptstudium regelt in Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch eine Zwischenprüfung bzw. eine Hauptseminaraufnahmeprüfung. Die Teilnahme an Hauptseminaren in den ,,kleinen" romanischen Teilgebieten (okzitanische, katalanische, sardische, rätoromanische Sprach- oder Literaturwissenschaft) ist erst nach Absolvierung eines Grundstudiums einschließlich der Zwischenprüfung bzw. der Hauptseminaraufnahmeprüfung in einer der ,,großen" Sprachen möglich.
  4. Beisprache: Jeder Studierende einer romanischen Sprache als Hauptfach muss Kenntnisse in einer weiteren romanischen Sprache, die nicht Studienfach ist, erwerben. Das kann auch bereits im Grundstudium geschehen. Bis zur Meldung zur Magisterprüfung müssen, je nach Hauptfach, zwei Leistungsnachweise im Gesamtumfang von 4 Semesterwochenstunden erbracht werden; diese können sowohl der Sprachpraxis (d.h. dem Kursangebot für "Nicht-Philologen" bis zum Niveau des Einstufungstests) als auch dem fachwissenschaftlichen Veranstaltungsprogramm bzw. der Landeskunde entstammen. Für Studierende mit entsprechenden Vorkenntnissen empfiehlt sich letztere Variante; für Anfänger erscheint ein sprachpraktischer Schwerpunkt angezeigt. Ein kleiner Teil der mündlichen Magisterprüfung soll der Beisprache gewidmet werden.NB: Die Beisprachen-Regelung gilt inzwischen nicht nur für Sprach- sondern auch für Literaturwissenschaft: Alle Hauptfach-Studierenden mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft, die ihr Studium im Wintersemester 2004/05 oder später beginnen, müssen die oben genannten Nachweise erbringen.
  5. Lateinkenntnisse: Ab sofort müssen Studierende im Hauptfach die geforderten Lateinkenntnisse bereits bis zur Zwischenprüfung erwerben - es sind aber Ausnahen von dieser Regelung möglich (Näheres unter Zwischenprüfung/Hauptseminaraufnahmeprüfung).