Romanistik
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Romanistik – und dann? (Berufsqualifikation)

Allgemeines Profil

Absolvent*innen der Romanistik erwerben in erster Linie eine Kombination aus geisteswissenschaftlichen Fertigkeiten und Fähigkeiten einerseits sowie einer sprachpraktischen und landeskundlichen Ausbildung zu einer oder mehreren romanischen Sprachen andererseits. Daher zeichnen sich Romanist*innen durch ein hohes Maß an Kreativität, Flexibilität, Interkulturalität und Offenheit für Innovationen aus, die ihr Potenzial überall dort für die Gesellschaft gewinnbringend einbringen können, wo selbständige Recherchetätigkeit, Lese- und Schreibkompetenz sowie die differenzierte Bewertung und Darstellung von Informationen gefragt sind.

Individuelle Profilierung

Das potenzielle Berufsbild von Romanist*innen hängt auch davon ab, welche individuellen Schwerpunkte Sie im Verlauf Ihres Studiums setzen. Dazu trägt zum einen die Wahl des Nebenfachs im Bachelorstudium entscheidend bei, zum anderen die Frage nach der Integration von Praxismodulen in Ihren Studienverlauf (z.B. Besuch des Praxiskolloquiums der Fakultät oder das Absolvieren eines Auslandspraktikums). Auch die Frage nach einem anschließenden Masterstudium (und der Ausgestaltung des – im Falle der Romanistik – verpflichtenden Studienprojekts) verändert die Berufsperspektiven bisweilen entscheidend.

Beispiele für Tätigkeitsfelder

  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (z.B. in Presse- und Social Media-Abteilungen von Unternehmen und Institutionen; PR-Agenturen)
  • Verlagswesen und Medienarbeit (z.B. ein anschließendes Volontariat im Verlag, die Mitarbeit in Online-Redaktionen, eine journalistische Weiterbildung)
  • Tätigkeiten im Projektmanagement (z.B. koordinatorische Aufgaben in der Kulturarbeit von öffentlichen Institutionen, Kampagnenarbeit in NROs, Eventmanagement für Unternehmen)

Im Anschluss an das Bachelorstudium sind auch folgende Tätigkeitsfelder möglich, die allerdings an ein weiteres Studium oder eine Zusatzausbildung geknüpft sind:

  • Tätigkeiten in der Wissenschaft / Universität (z.B. Fremdsprachenlektor*in im Ausland, wissenschaftliche Mitarbeit in Forschungsprojekten → wissenschaftliche Berufe setzen in der Regel mindestens einen entsprechenden Masterabschluss, oft auch eine Promotion voraus)
  • Bildung und Erziehung (z.B. in der Erwachsenenbildung, in Fremdsprachenverlagen oder als Lehrer*in → setzt in der Regel einen entsprechenden weiterbildenden Abschluss voraus, z.B. ein entsprechendes praktisches Masterstudium oder das Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien oder Realschulen)
  • Sprachmittlung (kein direktes Berufsfeld für Absolvent*innen, setzt für Fachübersetzer und -dolmetscher einen entsprechenden Abschluss an einer Fachakademie voraus, für literarische Übersetzer in der Regel ein weiterbildendes Studium)

Beispiele für Auslandspraktika im Studium

In den vergangenen Jahren wurden viele Auslandspraktika vom Institut für Romanische Philologie unterstützt. Wir möchten Ihnen nachstehend eine kleine Auswahl präsentieren, die repräsentativ die große Vielfalt an potenziellen Berufsfeldern in ganz unterschiedlichen Kulturräumen widerspiegelt.

So erwarben unsere Studierenden Berufserfahrungen u.a. in Verlagen und Buchhandlungen, in Entwicklungshilfeorganisationen und -projekten, in (Sprach-)Schulen, in Kulturorganisationen, bei Stiftungen, in Museen, als Lektor*innen und Hilfskräfte in Universitäten, bei Radio- und Fernsehstationen oder bei Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die Praktika fanden dabei nicht nur innerhalb Europas statt (v.a. Frankreich und Spanien), sondern auch in einer Vielzahl an außereuropäischen Ländern (u.a. in Argentinien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Malaysia, Mexiko, Peru, auf den Philippinen, in Québec/Kanada, Südkorea).

Chancen und Risiken

Ein romanistisches Studium bietet Ihnen die Möglichkeit, im Laufe des Studiums sehr vielfältige Einsatzmöglichkeiten kennenzulernen und das Berufsprofil bei Studienbeginn noch offen zu halten. Diese Freiheit birgt aber immer auch das Risiko einer gewissen Ziellosigkeit und damit einer zu späten Profilierung für den Arbeitsmarkt. Damit dieses Risiko minimiert wird, haben Sie die Möglichkeit, im Rahmen des Romanistikstudiums an der LMU eine Vielzahl an Beratungs- und Weiterbildungsangeboten zur Unterstützung des späteren Berufseinstiegs wahrzunehmen, etwa das LMU-weite Angebot von Student und Arbeitsmarkt, das fakultäre Angebot des Praxisbüros oder die fachinterne Beratung bei der Fachstudienberatung Romanistik.