Romanistik
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SoSe 2026

Wir gratulieren allen Absolvent:innen aus dem SoSe 2026!

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Am 29. Oktober fand wieder eine abwechslungsreiche Abschlussfeier der Italianistik und Romanistik im Philologicum statt. Im Mittelpunkt standen die Absolventinnen der B.A.-, M.A.- und Lehramtsstudiengänge, die gemeinsam mit Familie und Freunden diesen besonderen Meilenstein feierten. Dr. Sascha Resch und Dr. Sebastian Postlep (Fachstudienberatung Italianistik und Romanistik) begrüßten die Gäste und nahmen sie mit einem kurzweiligen Video mit auf einen Streifzug durch den Studienalltag zwischen Hörsälen, langen Wegen, Haltestellen und den unverzichtbaren Cafés rund um die Universität.

festrede_2Benjamin Loy, Professor für Spanische, Französische und Portugiesische Literaturwissenschaft, hielt eine philosophische und zugleich ermutigende Festrede. Er stellte den Studienabschluss als einen besonderen Moment des Innehaltens und der Orientierung dar. Mit Bezug auf die Philosophen Günther Anders und George Steiner ging er der Frage nach, wie Menschen in einer komplexen Welt Sinn finden und gestalten können. Das Studium der Romanistik, so seine Botschaft, vermittle weit mehr als fachliches Wissen: Es befähige dazu, Sprache, Literatur und gesellschaftliche Wirklichkeiten kritisch zu reflektieren, neue Perspektiven auf die Welt zu gewinnen und die großen Fragen nach Freiheit, Verantwortung und Zusammenleben offen zu halten. Den Absolventinnen gratulierte er zu einem Reichtum an Einsichten, Urteilskraft und Erfahrungen, den sie nun selbstbewusst in Gesellschaft, Beruf und Wissenschaft einbringen können und sollen.

Das anschließende Intermezzo „Wie romanisch sind Münchens Straßen?“ lud die Gäste zu einem interaktiven Quiz mit elf Fragen ein. 56 Personen nahmen teil und erkundeten, welche Straßen Münchens Bezüge zu romanischsprachigen Ländern, Regionen und Persönlichkeiten aufweisen. Die Antworten zeigten, dass viele überraschende Details – etwa die starke Präsenz Südtirols oder Brasiliens – zum Mitraten anregten. Besonders eindrücklich war der geringe Anteil geehrter Frauen: Nur drei von rund 100 Personen sind Frauen. Das Quiz verband so einen unterhaltsamen Blick auf Münchens Straßenbild mit einem Denkanstoß zu historischen Prägungen und fehlender Repräsentation.

zeugnisüberreichenDer Höhepunkt des Abends war die Zeugnisverleihung durch Tania Paciaroni, Professorin für Romanische Philologie und Giulia Lombardi, Privatdozentin für Italienische Literaturwissenschaft. Die Absolventinnen erhielten für ihre Leistungen viel Applaus von Familie, Freunden und Lehrenden. Vorgestellt wurden auch die Themen ihrer Abschlussarbeiten, die die ganze fachliche Vielfalt der Romanistik widerspiegelten und von sprachwissenschaftlichen über literatur- und kulturwissenschaftliche bis hin zu fachdidaktischen Fragestellungen reichten. Jede Absolventin erhielt neben dem Zeugnis eine Weiße Rose als Symbol für Mut und gesellschaftliche Verantwortung.

Den Abschluss des offiziellen Teils gestaltete der Romanistik-Chor München mit den Liedern La sera il lag, Bésame mucho und Tourdion. Die musikalischen Beiträge sorgten noch einmal für einen eindrucksvollen und bewegenden Moment, der viele der Anwesenden berührte und die feierliche Stimmung des Abends aufgriff.

Bei Prosecco, Wein und Häppchen klang die Feier schließlich in fröhlicher Atmosphäre mit vielen Gesprächen, Glückwünschen und gemeinsamen Erinnerungen aus.

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(Organisation: Kilian Müller, Sebastian Postlep, Sascha Resch, Gabi Vierjahn)
(Fotos: Sebastian Postlep, Gabi Vierjahn)