Romanistik
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Romanische Literatur-, Film- und Kulturwissenschaft

English Version: Romance Literature, Film, and Cultural Studies

Das Institut für Romanische Philologie der LMU München widmet sich der Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft mit ihren historischen und methodischen Zubringern Poetik, Rhetorik, Ästhetik, Hermeneutik und Semiotik. Gegenstand des Studiums ist die historisch, kulturell und medial bestimmte Konstitution von Literatur und Film und ihre ästhetische Reflexion in literarischer Theorie und Kritik.

Für die Lektüre und Wahrnehmung von ‚Texten’ im Allgemeinen liegt ein vielfältiges, oft revidiertes und diskutiertes Instrumentarium von philologischen, hermeneutischen oder semiologischen Methoden und Techniken der Textanalyse vor, das für die wissenschaftliche Praxis anzueignen ist. In der Entwicklung der neueren Literatur- und Sprachwissenschaften hat sich die Behandlung der Sparten in einer Reihe theoretisch-methodischer Richtungen niedergeschlagen, wie z.B. Formalismus, New Criticism, Strukturalismus und Rezeptionsästhetik (oder Hermeneutik).

Die romanische Literatur- und Sprachwissenschaft ist vor allem durch den russischen, französischen und italienischen Strukturalismus befördert worden. Durch die Entdeckung und Anwendung des Strukturbegriffs sind die zentralen Begriffe des ‚Texts’ und der ‚Lektüre’ (der strukturellen Bedingung und der strukturellen Wirkung) übertragbar geworden auf ‚Kultur’ als einen in sich zusammenhängenden Analyse-Gegenstand: Seither sind kulturelle Phänomene lesbar geworden wie literarische Texte. Die Schrittmacher-Rolle und die Funktion der Literatur sind in der Literaturwissenschaft auch als Kulturwissenschaft fruchtbar zu machen.

Aus dieser methodischen Sachlage heraus benötigt die Literaturwissenschaft das historisch gewachsene Instrumentarium der Poetik (der strukturellen Bedingtheit des literarischen Werks), der Rhetorik (der systematischen Modellierung durch sprachliche Figuren), der Ästhetik (der strukturellen Verflechtung von Sprache und gegenständlicher Gegebenheit) sowie der Semiotik (oder allgemeinen Zeichentheorie). Literaturwissenschaft erlaubt auf dieser Grundlage, das Geflecht der imaginären, symbolischen, sozialen und ökonomischen Aspekte zu entwirren, das eine Kultur ausmacht und ihre Formen des Wissens prägt.

Das Institut für Romanische Philologie der LMU hat in der wissenschaftlichen Verflechtung von Theorie und Praxis, von interpretatorischen Verfahren und Erkenntnisinteressen ein historisch gewachsenes, methodisch geschärftes Profil. Es bietet in seinen Lehrveranstaltungen ein breites Spektrum an Epochen, Gattungen sowie Autorinnen und Autoren an, das erlaubt, den fortgeschrittenen kultur- und wissenstheoretischen Herausforderungen im vollen Umfang zu begegnen. Die Studierenden werden in die Lage versetzt, das Fach in seiner Aktualität und ganzen Vielfalt zu vertreten sowie auch in der beruflichen Praxis kompetent umzusetzen.

Die Studiengänge des Instituts behandeln literarische, philosophische und wissenschaftliche Werke vom Mittelalter bis zur Gegenwart und sind in vielfältige Epochen- und Themenschwerpunkten differenziert. Die umfangreichen Wahlmöglichkeiten, die Studierenden auch zur Ausbildung individueller Interessen offenstehen, werden bereichert durch zusätzliche Unterrichtsangebote zum Film.

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